Bergedorf

Ich tu’ mich in letzter Zeit ja etwas schwer längere und vor allem gehaltvolle Blogbeiträge zu schreiben. Mir fehlen einfach die Themen. Umso glücklicher bin ich, wenn ich Impulse von außen bekomme und mir so das Thema quasi vor die Füße fällt und ich “nur” noch schreiben muss.

Insofern ist es einfach nur toll, dass der Maximilian auf seinem Blog Herzdamengeschichten neulich dazu aufrief, den Rest von Hamburg näher zu beleuchten.

Und das will ich an dieser Stelle nun tun und euch den wunderbaren Stadtteil Bergedorf näher bringen.

Hier soll es also um den Stadtteil und nicht den flächenmäßig größten Bezirk Hamburgs gehen. Die heißen gleich, was gerne zu Verwirrungen führt. Wie auch schon die alleinige Ansage, dass man aus Bergedorf kommt. Des Öfteren wird man dann gefragt, ob das überhaupt noch Hamburg sei. Und ja, es ist Hamburg. Und zwar seit dem Groß-Hamburg-Gesetz von 1937. Davor war Bergedorf eine eigenständige Stadt und wäre heute wohl die drittgrößte Stadt in Schleswig-Holstein. Ist sie aber nicht.

Diese relativ kurze (jaja) Zugehörigkeit zur Freien und Hansestadt Hamburg findet sich bei vielen Bergedorfern, bei mir im Übrigen auch, im Sprachgebrauch noch wieder. Fahre ich in die Stadt, geht’s ins Zentrum von Bergedorf. Ansonsten fahre ich nach Hamburg.

Bergedorf wirkt in Teilen auch noch wie eine Kleinstadt in der Großstadt. Hat feine historische Gebäude, wie das Bergedorfer Schloß, den Wasserturm oder meine alte Schule, das Luisengymnasium. Wie auch in Hamburg gibt es viele Grünflächen und sogar Wald- bzw. Forstflächen. Industriell ist der Stadtteil historisch durch die Hauni-Werke geprägt, in den letzten Jahren wurde aber auch ein weiterer Schwerpunkt in der Bio- und Medizintechnologie angesiedelt.

Ich wohne gerne hier. Warum? Es ist einfach diese Kombination aus Anonymität und Vertrautheit. Es ist alles gerade eben so groß, dass man sich nicht ständig beobachtet fühlt, aber eben auch noch so übersichtlich, dass man andauernd Freunde und Bekannte in der Stadt trifft. Und wenn einem das alles zu viel wird ist man in 20 Minuten am Hauptbahnhof und 10 Minuten später an den Landungsbrücken.

Die Weltstadt quasi um die Ecke. Wunderbar.

Andererseits ist man super schnell in den Vier- und Marschlanden und mitten im Grünen. Vieles ist mit dem Fahrrad zu erledigen und die Mieten sind bezahlbar.

Wie gesagt, ich mag meinen Stadtteil und will hier wirklich nicht weg.