Dem Kai sein Blog

Fußball und Gewalt

06.11.2011 von Kai @ 00:11 — Fußball,Politik & GesellschaftKommentare (0)

Bin ich lebensmüde oder wagemutig oder gar fahrlässig? Wenn man den Berichten der letzten Tage glaube darf schon! Denn anscheinend sind Fußballstadien ein Hort der rohen Gewalt, wo man sich seiner Haut nicht sicher sein kann.

Und alles nur, weil die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze ihren Jahresbericht veröffentlicht hat. Dort heißt es unter anderem:

Im Zusammenhang mit Spielen beider Bundesligen wurden 846 Personen verletzt, davon 243 Polizeibeamte, 259 Störer und 344 Unbeteiligte. Die Gesamtzahl der Verletzten stellt einen Höchststand der letzten 12 Jahre dar.

846 Verletzte, ohne Unfälle, im Rahmen der Spiele der 1. und 2. Bundesliga in der vergangenen Spielzeit. 846 Verletzte bei einer Gesamtzahl von rund 17,5 Millionen Zuschauern, die die 612 Spiele besucht haben.

Es wurden also ca. 0,05 Promille der Besucher (ich zähle jetzt etwas unsauber vielleicht auch Polizisten zu den Besuchernm, sie sind ja auch da…) einer Veranstaltungsreihe verletzt. Wobei auch ein Einsatz von Pfefferspray, wie er beim Spiel Hannover – Bayern vorkam, schon zu 36 leicht Verletzten fühen kann und in die Statistik einfließt.

Aber zurück zu den 0,05 Promille, welche ich als verschwindent geringe Quote ansehe, was nicht heißen soll, dass 846 Verletzte wünschenswert wären. Eine Null muss auch hier das Ziel sein. Aber dieses geringe Maß an Gewalt findet man doch auch bei anderen größeren oder kleineren Veranstaltungen, wo viele Menschen zusammenkommen und wohlmöglich auch noch Alkohl trinken.

Schlägereien vor Discotheken oder auf Volksfesten (Oktoberfest…) hat es doch schon immer gegeben. Oder irre ich da? Und auch da gibt es leider Verletzte zu beklagen, aber niemand würde auf die Idee kommen, solche Orte und Veranstaltungen als Hort der Gewalt zu brandmarken.

Aber vielleicht war die Veröffentlichung der Zahlen auch nur ein gern genommener Anlass für diejenigen, die munter und undifferenziet Gewalt und Kriminalität in und um Stadien, Ausschreitungen, bengalische Lichter, Pyrotechnik und sogennante Fans miteinander zu einer Schreckensvision für die bundesdeutsche Gesellschaft vermixen.

Ich für meine Teil fühle mich auf dem Weg zum Stadion, im Stadion und auf dem Heimweg sehr sicher. Und das seit Jahren. sowohl bei Heim- als auch bei Auswärtsspielen. Bei Derbys und normalen Spielen. Aber vielleicht sehe ich das alles zu locker…

In diesem Sinne.

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Sogenannte Fans

01.11.2011 von Kai @ 19:04 — Fußball,Politik & GesellschaftKommentare (0)

Wer bestimmt eigentlich, wer sich Fan eines Vereins nennen darf? Sind es die Medien, der Verein oder doch der Fan selbst?

Wenn man die Medienberichten der letzten Wochen aufmerksam verfolgt hat, könnte man zu dem Schluss kommen, dass es die Medien sind. Wird dort doch in schöner Regelmäßigkeit von “Fans” und sogennanten Fans gesprochen und geschrieben.

Besonders schlimm wurde es nach den Ereignissen rund um das Pokalspiel Borussia Dortmund – Dynamo Dresden. Randale, Böllerwürfe, Verletzte – Das volle Programm. Ein in Teilen kriminelles Verhalten, was da von Teilen der Dresdner Anhängerschaft an den Tag gelegt wurde. Richtig, Teilen der Anhängerschaft, als oder Fans von Dynamo Dresden.

Denn so schwer es manchem auch in den Kopf gehen mag, auch solche Menschen können zur Gruppe der Fans gehören. Bei wikipedia heißt es zum Thema Fan:

Ein Fan ist ein Mensch, der längerfristig eine leidenschaftliche Beziehung zu einem für ihn externen, öffentlichen, entweder personalen, kollektiven, gegenständlichen oder abstrakten Fanobjekt hat und in die emotionale Beziehung zu diesem Objekt Ressourcen wie Zeit und/oder Geld investiert.

Mit anderen Worten: Jeder, der etwas sehr toll findet, eine Beziehung dazu aufbaut und sich damit beschäftigt ist ein Fan… Womit also der Fan selbst sein Fan-Sein bestimmt.

Somit ergibt sich zwangsläufig eine sehr hetereogene Mischung in jedem Fanlager. Vielleicht sogar eine Art Querschnitt der Gesellschaft. Und so kann es nicht verwundern, dass viele unterschiedliche Menschen von sich sagen, dass sie Fan eines Vereins sind. Angestellte, Anzugträger, Arbeitslose, Familien, Rentner, Schüler, [...] oder halt auch der gewaltätige Idiot.

Jeder kann Fan eines Vereins sein. Das heißt natürlich nicht, dass kriminelles Verhalten toleriert werden muss. Natürlich muss es sanktioniert werden, wie im normalen Leben auch.

Doch jemanden sein Fan-Sein absprechen geht einfach nicht.

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St. Helmut-Tag

03.10.2011 von Kai @ 14:22 — Politik & GesellschaftKommentare (0)

Habt einen schönen St. Helmut-Tag! :D

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Bürgerschaftswahl 2001

23.09.2011 von Kai @ 00:22 — Hamburg,Politik & GesellschaftKommentare (1)

Heute vor zehn Jahren war Bürgeschaftswahl. Die Wahl, die Ole von Beust zum Bürgermeister machte, obwohl gerade mal ewtas mehr als ein Viertel aller abgegebenen Stimmen auf die CDU entfielen. Bürgermeister mit 26,2% der Stimmen und 4,5 Prozentpunkte weniger im Vergleich zur Wahl davor? Wie geht denn sowas? Erzählen uns die Politiker landauf und landab nicht immer, dass die Partei oder die Fraktion mit den meisten Stimmen den Wählerauftrag zur Regierungsbildung hat? Ist doch so, oder?

Das stimmt anscheinend nur bedingt oder nur dann, wenn diese Argumentation mit den eigenen Zielen (Macht & Posten) konform geht. Der Wählerwille, sofern es ihn überhaupt gibt, spielt keine Rolle.

Und deshalb wurde dann auch Ole von Beust, dank Ronald Schill, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. Zusammen mit der FDP bildeten CDU und PRO (Schill-Partei) eine Rechtskoalition, die für viel Unruhe in der Stadt und der Republik sorgen sollte und erst Zerbrach, als sich Ole von Beust persönlich von Schill angegriffen fühlte.

Doch warum erzähl ich euch das alles?

Nun ja, mir liegt es einfach quer, dass Ole von Beust (ich sag mal nix zur Elbphilharmonie…) immer noch dafür gefeiert wird, dass er Ronald Schill in die Wüste schickte, aber niemand sich zu erinnern scheint, wer Schill denn ins Rathaus geholt hat. Wer ihn ungestraft im Bundestag hetzen lies. Wer zusammmen mit ihm das politische und gesellschaftliche Klima in der weltoffenen Stadt Hamburg nachhaltig gestört hat.

Das war auch Ole von Beust, Erster Bürgermeister von Hamburg.

In diesem Sinne!

Quelle der Grafik

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9/11 – Zehn Jahre danach

11.09.2011 von Kai @ 23:45 — Politik & GesellschaftKommentare (0)

Zehn Jahre sind mittlerweile seit den mörderischen Anschlägen auf die Vereinigten Staaten von Amerika vergangen.

Und meine Erinnerungen sind noch so präsent, wie eh und je.

Zum fünften Jahrestag der Anschläge hatte ich schon einmal ein paar Gedanken zu einem Blogartikel zusammengeschrieben und interessanterweise gilt, dass was ich damals schrieb für mich auch heute noch.

Ich denke noch immer mit Schaudern an diesen Tag zurück und weiß noch immer, wie dieser Dienstag verlief, was ich machte, dachte und fühlte.

Dieser Tag hat wirklich die Welt, wie ich sie kannte, verändert und seine Nachwirkungen sind auch noch heute im Jahre 2011 im alltägliche Leben sicht- und spürbar und werden es wohl auch noch lange sein.

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© Kai Rosseburg