Bezirksamtsleiterwahl in Bergedorf

In Bergedorf steht die Wahl eines neuen Bezirksamtsleiters an.

Aus diesem Grund war am Dienstag eine öffentliche Anhörung, bei der die Kandidaten sich und ihr Konzept vorstellen konnten.

Der Saal des Lichtwarkhaus war mit ca. 300 Bürgerinnen und Bürgern sehr sehr gut gefüllt, als die Veranstaltung um 19 Uhr 30 begann.

Zur Wahl stehen der Amtsinhaber Dr. Christoph Krupp (SPD) und der Herausforderer Dr. Stefan Porwol (CDU).

Die Kandidaten bekamen jeweils gut 20 Minuten Zeit um sich und ihre Leistungen bzw. Visionen vorzustellen.

Christoph Krupp begann und konnte einge Erfolge seiner Amtszeit aufzählen. Als ich seine Verdienste am Stück hörte, wurde mir schnell klar, hier hat einer großes geleistet. Mir war schon immer klar, dass er ein sehr guter Bezirksamtsleiter war, aber die Fülle war schon beindruckend.

Neben dem neuen Billebad, hat sich Christoph Krupp für die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes, den Neubau des Bahnhofs, die Erweiterung des bestehenden Einkaufzentrums, eine Neunutzung der Flächen um den Schleusengraben, die Aufwertung des Serahns (Bergedorfer Hafen) sowie die Neugestaltung der Einkaufsstraße stark und verdient gemacht.

Denn all diese Projekte sind realisiert oder ihre Realisation steht kurz bevor!

Und all dass mit einer absoluten Mehrheit der CDU im Senat, der Bürgerschaft und der Bezirksversammlung.

Christoph Krupp kennt Bergedorf wie seine Westentasche. Er hat unzählige Verein und Institutionen besucht und hat zu allen Interessenverbänden sehr gute Kontakte.

Sein Amt scheint eines der besten in ganz Hamburg zu sein und das vor dem Hintergrund, dass Bergedorf der kleinste Bezirk ist.

Hut ab!

Stefan Porwol kann solche Erfolge natürlich nicht vorweisen, muss er ja auch nicht. Er hat langjährige Erfahrung in der Kommunalverwaltung in Niedersachsen. Lüneburg ist seine Stadt.

Was mir bei ihm gefehlt hat waren Visionen und zumindest der Versuch, sich Bergedorfkundig zu machen.

Sein ganzer Vortrag war davon geprägt, dass er von Lüneburg erzählte. Aber keine Blick nach vorne! Keine Vision, was er denn machen wolle. Nur vage Phrasen – mehr nicht!

Bei Christoph Krupp wusste man sofort, was er will. Man merkte ihm richtig an, dass er Spass daran hat Bezirksamtsleiter zu sein.

Woran ich das merkte? Nun ja, Christoph Krupp sprach immer von Sachen und Projekten, die er machen will. Stefan Porwol von Sachen, die er muss.

In der anschliessenden Fragerunde verstärkte sich der Eindruck. Ein Freund merkte an, dass sich jeder Student mehr auf einen Vortrag vorbereiten würde, als es Stefan Porwol anscheinend gemacht hatte.

Keine Kenntnisse über den Bezirk, die Menschen oder sonstige Begebenheiten aus Bergedorf.

Eine schwache Leistung. Es schien wirklich so, dass er „sich beruflich anders orientieren wolle“ (Porwol) und da in Bergedorf gerade eine Stelle ausgeschrieben war er nun hier gelandet ist.

Und gerade für Bergedorf reicht dies, wie ich finde nicht! Wir, die wir uns immer als eigenständige Stadt in der Metropole begreifen brauchen einen Bürgermeister, der sich um uns kümmert, Spass dabei hat und alles für Bergedorf macht!

Deshalb hoffe ich, dass Christoph Krupp, trotz der CDU-Mehrheit von der Bezirksversammlung gewählt wird, denn das Veto Votum der anwesenden Bürger war eindeutig pro Christoph Krupp.

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2 Kommentare

  1. Walter Heidenfels

    Nicht Veto, sonder Votum.
    Viele Grüße

    Walter

  2. Danke für’s aufmerksame lesen. War wohl doch etwas spät…

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