Meine Liste für ein schöneres Leben

Vor einiger Zeit veröffentlichte die Taalke ihre Liste für ein schöneres Leben. Und die Idee finde ich einfach so toll, dass ich mich sofort an ihrer Blogparade beteiligen wollte. Nun endlich habe ich es geschafft meine Liste für ein schöneres Leben zusammen zu stellen. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Korrektheit. Sie ist vielmehr meine kleine Orientierungshilfe für ein schöneres Leben. Vielleicht ist ja auch etwas für euch dabei.

Ich muss gar nix.

Es gibt nicht vieles in dieser Welt, was ich wirklich muss. Das meiste hat einen biologischen oder stoffwechselphysiologischen Grund. Alles andere kann beeinflusst werden. Natürlich gibt es Dinge, die gemacht werden müssen. Wichtig ist nur, dass diese nicht das gesamte Leben bestimmen und ganz am Anfang irgendwo ein „Ich will“ gestanden hat. Denn sonst sind diese „Ich muss“-Geschichten einfach nur äußere Zwänge, die auf kurz oder lang das Leben unschön machen. Ich versuche deshalb auch viele Dinge, die ich tue mit „Ich will“ anzufangen. „Ich will noch schnell Aufräumen.“ klingt einfach besser, als „Ich muss noch Aufräumen.“. Und die Wahrscheinlichkeit, dass ich es mache ist deutlich größer, da die Aufgabe von mir und nicht irgendwem anders kommt.

Einfach mal machen.

Es gibt keine blöden Ideen! Nun gut, fast keine blöden Ideen. Aber das ist genau der Punkt. Um herauszufinden, ob es eine blöde oder gute Idee war muss man Dinge ausprobieren und Sachen einfach mal machen. Ich habe in letzter Zeit einige Sachen gemacht und, ob ihr es mir glaubt oder nicht, blöde waren wirklich nicht dabei. Und manche hatten durchaus das Potential. Ehrlich. Ohne Flachs. Also macht einfach mal Sachen, die ihr schon immer mal machen wolltet. Kleine Sachen. Große Sachen. Egal. Einfach mal machen. Spaß haben und sich gut fühlen.

Das gönn‘ ich mir.

Ich gönn‘ mir jetzt einfach mal was. Warum? Weil ich es kann! Macht man viel zu selten. Sich einfach mal was gönnen ohne vorher eine total abstruse Leistung vollbracht zu haben. Ich will aber nicht konditioniert werden und Glück nur nach was auch immer erfahren, sondern auch einfach mal so. Solltet ihr auch mal probieren.

Viel mehr von dem guten Zeug.

Ja. Ich rede vom Essen. Einer der momentan schwerer umzusetzenden Punkte auf dieser Liste. Unter der Woche gibt es „lecker“ Mensa-Essen und am Wochenende bin ich meistens so viel unterwegs, dass es auf Fastfood hinausläuft. Dabei würde ich doch viel lieber viel mehr von dem guten Zeug futtern. Selber Kochen oder einfach auch mal einen Apfel essen. Denn das gute Zeug sorgt einfach dafür, dass ich mich auch gut fühle. Und damit wir uns nicht falsch verstehen: Schokolade ist das ganz gute Zeug!

Hobby haben.

Mal ehrlich, wer von euch hat beim Thema „Hobby haben.“ an Briefmarken oder Modeleisenbahnen gedacht? Na? Keiner? Gut. Wobei das auch total tolle Hobbys sein können. Ich finde es wichtig ein oder mehrere Hobbys zu haben, damit man nicht nur die Arbeit oder die Familie oder vielleicht auch gar nichts anderes im Leben hat. Sich mit Dingen, die einen interessieren zu beschäftigen kann ein sehr schöner Ausgleich zum Alltag sein. Bei mir sind es die Fotografie, der HSV oder ab und an auch mal eine Runde Squash. Bei euch vielleicht andere Dinge. Und blöde Hobbys gibt es nicht. Behaupte ich jetzt einfach.

Sei ehrlich zu dir.

Mal gucken, wie philosophisch ich jetzt werde… Jeder von euch kennt vielleicht die Momente im Leben, in denen man Dinge sieht oder erlebt, sie aber (un-)bewusst anders deutet oder verklärt. Oder bei Entscheidungen sich schön selber belügt oder Sachen schön redet. Lasst das einfach mal sein. Klingt jetzt natürlich total einfach und ist es natürlich nicht. Sauschwer ist das sogar. Scheitere auch noch oft genug daran, aber wenn es mal geklappt hat fühlt es sich eigentlich ganz gut an. Dann auch noch so zu handeln ist natürlich die nächste Herausforderung. Aber irgendwas ist ja immer.

Sport machen.

Ja, man! Ich mache zu wenig Sport, obwohl ich mich danach immer total gut fühle. Aber irgendeine Ausrede finde ich immer, warum es heute gerade nicht geht. Ein Stück weit liegt es aber auch daran (keine Ausrede jetzt), dass ich mit vielen Sportarten nichts anfangen kann. Mannschaftssport, Schwimmen, Fitness-Studio und Laufen habe ich probiert. Gefallen hat es mir auf lange Sicht einfach nicht. Einzig Squash macht mir momentan echt Spaß. Und ich will das jetzt endlich mal verstetigen. Ohne Ausreden. Punkt.

Positiv denken.

Alles findet sich schon. Irgendwie. Irgendwo. Irgendwann. (Mist jetzt habe ich einen Ohrwurm.) Aber die Aussage trifft trotzdem zu. Mit einer positiven Grundhaltung und der Gewissheit, dass sich alles schon finden und vor allem gut werden wird lebt es sich viel entspannter. Man kann sich den Kopf über viele Dinge zermartern. Produktiv ist das meistens nicht. Und die guten Dinge finden einen eh, sofern man dafür offen ist und die Antennen schön ausfahren hat. Der Rest kommt dann von alleine. Bestimmt.

Etwas mehr Gelassenheit.

Kennt ihr diese Menschen, die beim Autofahren einen cholerischen Anfall nach dem nächsten bekommen? Oder bei kleinen Dingen, die anders als geplant laufen, sofort 240 Puls haben? Ja, kennt ihr? Mögt ihr die? Also in der Situation? Ich nicht wirklich. Wahrscheinlich weil dies nicht meinem Naturell entspricht. Als Hamburger Jung sehe ich viele Dinge doch gelassener und versuche alles entspannt anzugehen. Das heißt natürlich nicht, dass ich mich nicht auch mal ärgere oder aufrege, aber ich versuche es zu vermeiden, da es mich nicht weiter bringt. Lieber positiv denken, den anderen Reden lassen und selber entspannt weiter machen. Schont die Nerven und spart kostbare Lebenszeit, die man dann lieber beim Sachen machen oder sich etwas gönnen auf den Kopf hauen sollte.

Freunde.

Zu guter Letzt noch ein Wort zu den wirklich wichtigen Dingen im Leben. Zu den Freunden. Nicht die 5000, die man in den sozialen Netzen gesammelt hat und die eigentlich nur Bekannte sind, aber als Freunde in der Liste stehen. Nein, die paar Menschen im Leben, die einem wirklich wichtig sind. Die immer da sind, wenn man sie braucht und die wir meistens viel zu lange nicht sprechen oder nur dann, wenn es uns schlecht geht. Kümmert euch um die. Die haben es verdient, auch mal in guten Zeiten von euch zu hören. Und während ich das hier so schreibe, fallen mir gleich wieder die Mails ein, die seit Woche darauf warten geschrieben zu werden. An die Menschen, die nicht dichte bei sind. Die mir aber wichtig sind. Ich mach mich dann mal ans Werk.

Das war sie dann auch meine Liste für ein schöneres Leben.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Man liest sich!

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2 Kommentare

  1. Simon

    Großartig!!! Echt gut! Jetzt nur noch genau so leben… 😉

  2. Maritess

    Hast du gut gemacht Kai ! 🙂

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